Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Intoleranzen)

Darm Praxis Salzburg

Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind zu einem weit verbreiteten Problem geworden. Sie entstehen, weil der Körper nicht in der Lage ist bestimmte Stoffe ausreichend zu verdauen, d.h. aufzuspalten und/oder aufzunehmen. Von den Unverträglichkeiten oder Intoleranzen sind die Nahrungsmittelallergien abzugrenzen. Hier kommt es zu einer Reaktion des Immunsystems, die durch bestimmte Nahrungsmittel ausgelöst werden können. Der Körper bildet hierbei bestimmte Antikörper vom IgE-Typ, welche im Labor auch nachweisbar sind.

Die häufigsten Formen einer Intoleranz sind die Laktose- und Fruktoseunverträglichkeit, nicht so selten besteht auch eine Histaminunverträglichkeit.

Hierbei kann Fruchtzucker nicht ausreichend vom Dünndarm aufgenommen werden, wodurch dieser vermehrt in den Dickdarm gelangt und dort anaerob verstoffwechselt wird. Dadurch entstehende Stoffwechselprodukte können Beschwerden wie Blähungen, Völlegefühl, Rumoren und Durchfall verursachen.
Die Laktoseintoleranz entsteht durch einen Mangel an dem Enzym Laktase, das erforderlich ist, um den Zweifachzucker Laktose so aufzuspalten, dass er von der Dünndarmzelle aufgenommen werden kann. Dieses Enzym wird normalerweise direkt im Dünndarm gebildet, kann aber aufgrund verschiedener Ursachen (z.B. Zöliakie oder nach schweren Entzündungen) vermindert sein. Die Laktose hat nichts mit der Milcheiweißallergie zu tun, der ein ganz anderer Mechanismus zugrunde liegt.
Die Histaminunverträglichkeit ist vergleichsweise seltener, betrifft häufiger Frauen. Bei Menschen mit dieser Störung ist der Abbau des körpereigenen Histamins vermindert, weswegen eine Ernährung mit histaminreicher Kost zu Beschwerden führt.

Die Diagnose Histaminintoleranz ergibt sich meist in einem ausführlichen Anamnesegespräch, in dem alle Beschwerden besprochen werden. Weniger Bedeutung hat die Bestimmung der Diaminooxidase (DAO), da ihre Menge und Wirkung bei allen Menschen recht unterschiedlich sein kann.

Allgemeine Symptome einer Nahrungsmittelunverträglichkeit zeigen sich meistens unmittelbar nach der Nahrungsaufnahme und können zu langwierigen Beschwerden führen. Möglich sind:

  • Müdigkeit, Blähungen, Durchfall, Rumoren im Bauch
  • Fettstuhl, Heißhunger auf Süßes
  • Herzrasen
  • Kopfschmerzen und Schwindel
  • Rötungen im Gesichts- und Halsbereich
  • Zungenbrennen

Bei Erwachsenen, aber auch bei Kindern sind die Behandlungsmöglichkeiten einer Nahrungsmittelunverträglichkeit recht gut. Am erfolgreichsten ist meistens das Vorgehen, die entsprechenden Nahrungsmittel zunächst für einige Wochen konsequent zu vermeiden und dann schrittweise wieder in geringen Mengen zu genießen. Dieser Prozess erfolgt am Besten in Begleitung einer Diätologin, die Sie entsprechend beraten und anleiten wird.

In meiner Praxis bekommen Sie die Möglichkeit, sich umfassend über dieses Thema zu informieren und sich meine Beurteilung anzuhören. Gerne beantworte ich Ihre Fragen und helfe Ihnen bei der Diagnostik und bei der Behandlung der Beschwerden. Ich ermögliche Ihnen einen direkten Zugang zu einem schnellen und effektiven Verfahren zur Diagnose und frühzeitigen Erkennung der Nahrungsmittelunverträglichkeit in Form eines H2-Atemtests, der im Hause angeboten wird und werde Sie auf Wunsch ggf. direkt zu einer Ernährungsberatung an eine hochkompetente Diätologin ebenfalls im Hause weitervermitteln.